Länge der Tour: ca. 37 km
Schwierigkeitsgrad: eher schwer, mehrere z.T. kräftige Steigungen
Charakteristik: größtenteils auf autofreien Wegen, einige Abschnitte jedoch auf frequentierten Landstraßen; z.T. schlechte Wegstrecken außerorts (Räder mit MTB-Reifen empfohlen). Für Kinder sowie für Untrainierte nicht geeignet.
Start / Ziel: Bf Nettersheim

Anschlusstouren:

  • Eifel-Höhen-Route in Richtung Blankenheim bzw. Kall – Gemünd / Nideggen / Mechernich
  • Entlang der römischen Wasserleitung – Abschnitt 1 (Tour 7)
  • Erft-Radweg

Auf dem Gebiet des Naturerlebnisdorfes Nettersheim gibt es viele archäologische Fundstellen aus der Römerzeit. An der Agrippastraße Köln-Trier gelegen, hat sich hier eine Siedlung gebildet, ebenso finden sich auf Gemeindegebiet römische Villen und Tempelanlagen sowie weitere Zeugen aus der Römerzeit.

Vom Bf. Nettersheim die Bahnhofsstr. links/ bzw. rechts bergauf, der Radwegweisung folgen bergab zum „Café zur Römerquelle“, dort der Wegweisung Richtung Engelgau bzw. den grün-weißen Zwischenwegweisern folgen und am Ortsende das Genfbachtal leicht bergauf.

An der Ahekapelle weiter bergan, unter der Autobahn in den Ort Engelgau. Entgegen der Wegweisung geradeaus in den Tulpenweg, an der zweiten Kreuzung links einbiegen, rechts in die Kreisstraße K 36 in Richtung Roderath einbiegen; nach 1500 m befindet sich links der Abzweig zur römischen Hofanlage Villa rustica.

Villa rustica: Fundamente eines Hauptgebäudes mit drei durch Pflanzungen sichtbar gemachten Nebengebäuden auf einem 120 x 100 m großen Areal. Datiert wird die Anlage in das 2. / 3. Jh n. Chr.

Zurück zur Kreisstraße, auf diese links einbiegen und bis zur nächsten Kreuzung, dort links. Nun geht es links auf die K 34, diese bergab (10% Gefälle!) bis kurz vor Pesch. Noch vor der Bachbrücke der Wanderwegweisung  >  rechts folgen; nach ca. 500 m in Höhe des Wanderparkplatzes das Fahrrad abstellen und nun ca. 300 m bergauf den Waldweg zu Fuß.

Römischer Tempelbezirk Pesch-Nöthen: Dieser 1913 freigelegte gallo-römische Tempel war den Vacallinehischen Matronen geweiht. Ursprünglich als kleinere Kultstätte (1. Jh n. Chr.) um eine Baumgruppe gebaut, muss es  im 4. Jh zu einem Abriss der alten Anlagen mit anschließendem Neubau der Tempelanlage gekommen sein.

Vom Wanderparkplatz (Höhe Klärwerk) wieder zurück zur K 34, dort rechts nach Pesch, links auf die Landesstraße L 205 der Wegweisung in Richtung Nettersheim folgen, nun stetig bergauf (Kfz-Verkehr!). Kurz vor Unterqueren der Autobahn (Bushaltestelle Zingsheimer Mühle) in der Rechtskurve links abbiegen und in der Folgezeit auf einem schlechten Wegstück z.T. recht steil bergauf nach Zingsheim. Nun an der ersten Kreuzung links halten, in Höhe der Kirche am Parkplatz rechts bis zur B 477 weiter radeln.

In Höhe des Rathauses links einbiegen, dann die nächste Straße rechts und der Wegweisung sowie dem weiteren Verlauf in das Gewerbegebiet (ausgeschildert) folgen. In Höhe der ehem. Salzfüllablage die Straße nach rechts verlassen; nach einigen Metern steht man an den Resten einer röm. Tempelanlage.

Römische Tempelanlage „Am Hirschberg“: In dieser 1963 freigelegten gallo-römischen Tempelanlage wurden die matronae fachinehae verehrt und dargestellt.

Auf den rekonstruierten Grundmauerrissen sind die Kopien zweier Weihesteine aufgestellt; die Originale befinden sich im Rheinischen Landesmuseum Bonn.

Zurück auf die Straße und zurück durch das Gewerbegebiet, hier die zweite Straße links weiter, bis zur K 59, auf diese links einbiegen und in der Folge bergab nach Nettersheim.

In Nettersheim am „Café zur Römerquelle“ rechts einbiegen, nach ca. 1 km links über die Bahnlinie Köln – Trier, dahinter rechts der Wegweisung in Richtung Urft folgen (der Weg wird später holprig).

Ein Holzschild weist auf die röm. Wasserleitung hin; wir nehmen diesen schmalen Weg, der uns zu Relikten der ehem. röm. Wasserleitung Eifel – Köln führt (mehrere Erläuterungstafeln, „Grüner Pütz“, siehe auch Tour 7). Am Ende des Weges geht es wieder entlang des Hauptweges, kurze Zeit später müssen wir links einbiegen und in Richtung Bahrhaus weiter (Achtung: schlechtes Wegstück, z.T. steiler Anstieg!).

An der nächsten Gabelung geradeaus, später den Waldweg nach rechts verlassen (kurzes, steiles Stück bergauf). An der zweiten Kreuzung links, entlang eines schönen Waldweges bis Bahrhaus. Von dort weiter auf der L 204 (Vorsicht. Kfz-Ausflugsverkehr!) in der Folge stetig bergauf bis Marmagen (Marcomagum). Am Kreisel des Ortes ein Stück rechts bergauf zum Eiffelplatz, dort befindet sich ein Ausschnitt der Peutingerischen Tafel an einer Hauswand.

Peutingerische Tafel: Der Ort Maromagum war damals schon so bedeutend, dass ihm eine Erwähnung auf der römischen Weltkarte zuteil wurde. Die Peutingerische Tafel ist die mittelalterliche Abschrift einer solchen römischen Straßenkarte, die durch eine starke Dehnung in Ost-West-Richtung und eine Verkürzung in Nord-Süd-Richtung vollkommen unmaßstäblich ist, doch zur Darstellung der Macht und Ausdehnung des spätrömischen Reiches genügt.

Mehrere Einkehrmöglichkeiten in Marmagen

An dieser Kreuzung links in den Keltenring fahren, weiter in Fahrtrichtung und später der Radwegweisung R 26 folgen. An der zweiten Gabelung entgegen der Wegweisung geradeaus und im Rechtsbogen bergab in das Waldtal hinein, dort links, dann wieder rechts und nun bergauf.

An einer Kreuzung auf der Höhe (inzwischen geht es wieder bergab) links einbiegen; vor uns sieht man den Ort Nettersheim. Nach ca. 1 km befindet sich links am Wegrand ein Hinweis zur

Römischen Tempelanlage Görresburg: Tempel der Aufanischen Matronen. An dieser Tempelanlage haben beneficarii (= Straßenpolizisten bzw. zum Straßendienst abgestellte Soldaten) Weihestein für die Aufanischen Matronen aufgestellt.

Weiter bergab; am Parkplatz in spitzem Winkel rechts und die ausgeschilderte Radroute Nettersheim – Blankenheim diagonal queren, über die Bahnüberführung und auf der anderen Bahnseite bergab. Wenig später stehen wir vor den ausgegrabenen Resten der römischen Siedlung am Steinrütsch.

„Steinrütsch“: Die Siedlung lag direkt an der Agrippastraße Köln-Trier und zog sich bis zur Tempelanlage „Görrsburg“ hinauf. Der Abguss eines Meilensteins wurde am Fundort des Originals aufgestellt. Hier im Urfttal, wo die Römerstraße die Urft querte, wurde bei Grabungen neben den Siedlungsresten eine kleine Befestigungsanlage entdeckt. 
Vom „Steinrütsch“ dem Holzwegweiser in Richtung Nettersheim folgen (das kommende Wegstück ist schlecht). Kurz vor Erreichen des Hauptortes befinden sich rechts am Wegrand ehem. Kalkbrennöfen. 

Nach wenigen Metern gelangen wir auf den Bahnsteig des Bf Nettersheim.

Mehrere Einkehrmöglichkeiten in Nettersheim

 

Quelle: Norbert Schmidt

 
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