Station Nr. 49

Hürth-Hermülheim, Teilstück des Römerkanals

und Aquäduktmarmor in St. Katharina

[Wanderweg Km 110,3]

Aquäduktmarmor;
Sockel des Taufbeckens in St. Katharina. Hauptsächlich in der Zeit der Romanik hat man in Ermangelung anderer Marmorvorkommen aus den Kalksinterablagerungen des Römerkanals Säulen, Altarplatten u. a. zur Verschönerung der Kirchen gefertigt.

Dieses Teilstück des Römerkanals stammt aus dem Verlauf der sog. Hürther Leitung, die um 30 n. Chr. gebaut worden war, um das Oppidum Ubiorum, die Vorgängersiedlung der Colonia Claudia Ara Agrippinensium (Köln), mit Wasser aus Quellen im Vorgebirgshang zu versorgen. Die Vorgebirgsleitung hatte man nach der Koloniegründung um 50 n. Chr. bei Hermülheim beginnend aufgestockt; 80/90 n. Chr. wurde die Eifelwasserleitung angeschlossen.

In der 1894 – 95 erbauten kath. Pfarrkirche St. Katharina hat man aus der Eifelwasserleitung gewonnenen Aquäduktmarmor als Sockel für das Taufbecken verwendet. Vermutlich stammt dieses Werkstück aus einer anderen Verwendung im romanischen Vorgängerbau.

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