Station Nr. 46

Bornheim-Walberberg

Verwendung von Römerkanalabbruch im Mittelalter

[Wanderweg Km 92,2]

Das postkartengroße Fenster im Putz des Chores von St. Walburga lässt einen Blick auf den wiederverwendeten Stampfbeton des Römerkanals zu.

Der Hexenturm war der Bergfried einer größeren Burganlage, von der ansonsten aber nichts mehr erhalten ist. Er ist im 12. Jahrhundert entstanden, und besonders im Inneren kann man erkennen, dass er zum größten Teil aus Abbruchmaterial der römischen Eifelwasserleitung gebaut worden ist.

Auch beim Bau der Kirche St. Walburga (11. bis 13. Jahrhundert) und beim Bau des ehemaligen Zisterzienser-Nonnenklosters (12. bis 13. Jahrhundert) ist dieses Material reichlich verwendet worden. Reste sind heute noch sichtbar in der Mauer des Pfarrgartens und im Chor von St. Walburga. Im Chor wurde bei der Renovierung 1987 ein postkartengroßes Fleckchen im Außenverputz ausgespart, um den Blick auf den römische Stampfbeton (Opus caementicium) mit hydraulischem Putz (Opus signinum) und anhaftender Kalksinterschicht freizulassen.

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