Station Nr. 44

Bornheim-Hemmerich, Verwendung von

Römerkanalabbruch am alten Friedhof

[Wanderweg Km 86,3]

In den Friedhofsmauern ist massenhaft Römerkanalabbruch verbaut worden. Diesen Gussbetonblock hat man so verlegt, dass die hydraulische Putzschicht gut erkennbar ist: Der Ziegelkleinschlag hat dem Putz seine rote Farbe gegeben.

Die Umfassungsmauer des alten Friedhofs nahe der Burgruine und der Kirche von Hemmerich ist zu großen Teilen aus dem Abbruchmaterial der römischen Eifelwasserleitung nach Köln gebaut worden. Besonders im Bereich hinter der Friedhofskapelle ist der „Steinbruch Römerkanal“ als Herkunft des Baumaterials hervorragend zu erkennen: Dem römischen Stampfbeton haftet noch rötlicher Innenputz (Opus signinum) an, mit dem die Wasserleitung ehemals abgedichtet worden war; daran wiederum haftet teilweise sogar noch die Kalksinterablagerung aus der Leitung.

Es war vornehmlich eine in der Zeit vom 11. bis 13. Jahrhundert geübte Praxis, in Ermangelung anderen Steinmaterials den Römerkanal abzubrechen und das Material ein zweites Mal zum Bauen zu verwenden. Wir fi nden dieses Material in vielen romanischen Bauten des Rheinlandes wiederverwendet.

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