Station Nr. 40

Swisttal-Buschhoven

Mittelalterlicher Ausbruchgraben im Kottenforst

[Wanderweg Km 76,4]

Im Schutz des Waldes hat sich hier im Kottenforst der durch den mittelalterlichen Ausbruch des Mauerwerks entstandene Graben gut erhalten. In einer gewaltigen Erdarbeit hatte man hier den Römerkanal freigelegt, um das Mauerwerk herausbrechen zu können. In diesem Trassenabschnitt waren die Kalksinterschichten zwar dünn und deshalb nicht mehr abbauwürdig, aber das Mauerwerk selbst war gut erhalten und wurde herausgebrochen, um es zum Bauen von Kirchen, Klöstern und Burgen in der Umgebung zu verwenden. Hexenturm und Wasemer Turm in Rheinbach und Burg Münchhausen in Wachtberg-Adendorf sind anschauliche Beispiele für das Reycling von römischem Mauerwerk im Mittelalter. Sehr schön ist diese Art der Gewinnung von Baumaterial auch in den Mauern von Gut Capellen (ehem. Kloster Schillingskapellen in Swisttal-Dünstekoven) nachzuweisen.

Nach der Ausbeutung des „Steinbruchs Römerkanal“ verblieb ein offener Graben in der Landschaft, der sich selbst heute noch als markantes Bodendenkmal durch den Kottenforst zieht. Dieser Grabenverlauf markiert darüber hinaus streckenweise eine uralte Gemeindegrenze, die auch heute noch als Grenze zwischen Swisttal und Alfter bestand hat.

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