Station Nr. 39

Swisttal-Buschhoven

[Wanderweg Km 74,3]

Aufschluss der römischen Eifelwasserleitung nach Köln

Eines der 1937 in die Böschung der Umgehungsstraße bei Buschhoven (heute B 56) verpflanzten Teilstücke des Römerkanals.
Nur unweit von dieser Station wurde 1938 ein Einstiegschacht ausgegraben (nach der Ausgrabung aus Sicherheitsgründen wieder zugeschüttet).

Beim Ausbau der Umgehungsstraße von Buschhoven (heute B 56) im Jahre 1937 war die römische Wasserleitung bereits zerstört vorgefunden worden. Zu Anschauungszwecken hatte man im Verlauf der Leitungstrasse nordöstlich der Fußgängerbrücke zwei Teilstücke der Leitung in die Böschungen beiderseits der Straße verpfl anzt, die zuvor an dieser Stelle im Wald ausgebaut worden waren. Die Leitungsstücke an der B 56 wurden im Jahre 1948 gesprengt; dagegen hat man den Aufschluss hier erhalten können.

Dieser Aufschluss zeigt einen typischen Querschnitt der Hauptleitung des Römerkanals mit einem Regelprofil von 0,70 m x 1,35 m.

Nur wenig unterhalb dieser Station war ein Einstiegschacht angetroffen worden, den man aus Sicherungsgründen aber zugeschüttet hat. Im weiteren Verlauf der Aquädukttrasse ist der mittelalterliche Ausbruchgraben über eine lange Strecke sehr schön zu verfolgen.

Tritt man von dieser Stelle ein paar Schritte an den Waldrand, so hat man eine sehr schöne Übersicht über das Swistbachtal, das sich im Laufe der Jahrtausende zwischen dem Westhang des Vorgebirges (Ville) und dem nordöstlichen Eifelrand eingebettet hat. Beim Blick über das Tal wird eines der großen technischen Probleme der römischen Wasserbauingenieure bei der Planung der römischen Eifelwasserleitung sichtbar. Wegen der Lage des Vorgebirges, das sich auf der Westseite des Rheintals von Süden nach Norden zieht, war eine gestreckte Trassenführung für eine dem natürlichen Gefälle folgende Wasserleitung aus der Eifel nach Köln nicht möglich: Wie ein riesiger Sperrriegel von 60 m Höhe lag das Vorgebirge quer zur geplanten Trasse. Um einen Brückenbau in dieser Höhe zu vermeiden, hat man die 20 km lange Umwegschleife bis weit in das Swistbachtal hinein gebaut.

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