Station Nr. 36

Meckenheim-Lüftelberg, St. Petrus

[Wanderweg Km 68,3]

Die Grabplatte der hl. Lüfthildis aus Aquäduktmarmor

In der Grabplatte der hl. Lüfthildis ist die ganze Schönheit des Aquäduktmarmors erkennbar.
Im Trassenabschnitt bei Euskirchen-Kreuzweingarten ist die Kalksinterablagerung im Römerkanal 30 cm stark.
Die Zeichnung verdeutlich in welcher Position die Lüfthildis-Platte geborgen worden sein muss.

Die katholische Pfarrkirche St. Petrus war im 11. / 12. Jahrhundert als einschiffi ger Kapellenbau errichtet worden, den man in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erweitert und umgestaltet hat. Hier wird die Grabstätte der hl. Lüfthildis verehrt, die der Legende nach um 800 lebte und der der Ort auch seinen Namen verdankt. Das Grab der hl. Lüfthildis war ehemals mit der wunderschönen Kalksinterplatte aus der römischen Eifelwasserleitung abgedeckt, die heute in der Seitenkapelle zu sehen ist. In dieser Platte wird die Schönheit des Baustoffes Kalksinter besonders deutlich, und es erklärt sich, warum wir das Material heute respektvoll „Aquäduktmarmor“ nennen.

Die Platte bedeckte ehemals das Grab der Heiligen im Kirchenschiff von St. Petrus. Später wurde sie, mehrfach durchgebrochen, auf der Orgelempore verwahrt. Nach einer gründlichen Restaurierung in der Werkstatt des LVR-LandesMuseums Bonn erhielt sie ihre alte Schönheit zurück und kann nun als besonderes Schmuckstück am Römerkanal-Wanderweg bestaunt werden.

Da die Platte an der Wand der Kapelle genauso aufgehängt ist, wie sie aus der Wasserleitung herausgenommen worden war, kann man ihre Herkunft eindeutig erkennen: Die Schichten des Kalksinters belegen anschaulich, wie der Wasserstand wegen der Versinterung der Kanalrinne stetig angestiegen war und dabei immer neue Zonen an der Wandung erreichte. Schicht für Schicht ist das Zuwachsen des Römerkanals nachweisbar.

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