Station Nr. 35

Meckenheim-Lüftelberg,

Pfeilernachbau der Aquäduktbrücke

[Wanderweg Km 67,6]

Der Standort dieses Pfeilers ist für den Betrachter ein wenig irritierend, denn er hat keinerlei Bezug zum tatsächlichen Verlauf der römischen Wasserleitung in diesem Streckenabschnitt. Gleichwohl gibt die Rekonstruktion einen ungefähren Eindruck von der Bauweise der antiken Swistbachbrücke wieder. Nach den Ergebnissen der archäologischen Untersuchungen (1981) an den Brückenresten kann aufgrund des vorgefundenen Steinmaterials gesagt werden, dass das Bauwerk mit Tuffsteinen verblendet war. Die Pfeiler hatten Grundmaße von 1,20 m (in Fließrichtung) x 1,80 m. Darin fi ndet sich exakt das römische Fußmaß von 0,296 m wieder, womit die Pfeiler Abmessungen von 4 x 6 röm. Fuß hatten; die Pfeilerzwischenräume wurden zu 3,54 m bis 3,56 m (= 12 röm. Fuß) ermittelt.

Der tatsächliche Verlauf des Römerkanals liegt nicht an dieser Stelle: Das Ende der Aquäduktbrücke auf dieser Seite des Swistbach-Tales liegt weiter südöstlich von hier – unweit vor dem ersten Gebäude des Gewerbegebiets (Regenrückhaltebecken). Dort knickt die Trasse fast rechtwinklig ab und tangiert in ihrem Verlauf Richtung Buschhoven die Ortslage Lüftelberg an ihrer Nordostseite. Auch die Höhenlage des Römerkanals in diesem Pfeilernachbau ist irritierend, denn am nächstgelegenen Trassenpunkt (50 m nordöstlich von hier) liegt die Leitung bereits bis zu 3 m tief im Erdreich verborgen.

Nach oben