Station Nr. 34

Meckenheim

[Wanderweg Km 66,6]

Spuren der ehemaligen Aquäduktbrücke über das Swistbachtal

Bei den archäologischen Untersuchungen 1981 angetroffenes Pfeilerfundament.
Rekonstruktion der Bogenstellung über dem Ausgrabungsbefund.
Die Swistbachbrücke aus der Vogelschau (Rekonstruktionsversuch).

Das Swistbachtal wurde mit einer 20 km langen Trassenschleife umfahren. Zusätzlich war im Scheitelpunkt zwischen Rheinbach und Meckenheim noch der Bau einer mächtigen Aquäduktbrücke erforderlich. Diese Brücke war einst 1.400 m lang und bis zu 11 m hoch; sie überquerte auf rund 300 Bogenstellungen den Swistbach.

Archäologische Ausgrabungen im Jahre 1981 brachten die Reste eines einzigen Pfeilerfundamentes an das Tageslicht. Weitere Pfeiler im Brückenverlauf konnten nur anhand der Ausbruchspuren, die im Boden allerdings deutlich zu erkennen waren, nachgewiesen werden. Von der Aquäduktbrücke selbst ist heute nichts mehr zu sehen, da sie im Mittelalter (hauptsächlich vom 11. bis zum 13. Jahrhundert) komplett abgebrochen worden ist, um das Material zum Bauen von Kirchen, Klöstern und Burgen in der Umgebung wieder zu verwenden.

Der aufmerksame Wanderer wird von dieser Station aus beim Blick über die östlich anschließende Ackerfl äche eine deutliche Geländeerhebung erkennen, die in Steinwurfweite etwa parallel zum Feldweg verläuft. Diese langgestreckte Bodenerhebung besteht zu großen Teilen aus Bauschutt, der beim mittelalterlichen Abbruch der Aquäduktbrücke angefallen ist. Kleinschlag aus römischem Mauerwerk hat sich in den vergangenen Jahrhunderten beim Pflügen mit dem Ackerboden vermengt und diese deutliche Spur eines antiken Großbauwerks hinterlassen. Die aufzufindenden Bruchstücke von Tuffstein belegen, dass die Brücke ehemals mit Handquadersteinen aus diesem Material verkleidet war.

Besuchen Sie nahegelegene Sehenswürdigkeiten:

Beim Bau des Klosters Schillingskapellen (heute Gut Capellen) in Swisttal-Dünstekoven ist reichlich Baumaterial der Aquäduktbrücke wiederverwendet worden; hier finden wir auch die Tuffstein-Verblendung der Swistbachbrücke wieder.
Burg Münchhausen in Wachtberg-Adendorf ist fast komplett aus Römerkanalabbruch gebaut worden.
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