Station Nr. 31

Rheinbach, Verwendung von Römerkanalabbruch

in der Burg (Hexenturm)

[Wanderweg Km 60,8]

Massenhafte Wiederverwendung von Römerkanalabbruch in den Mauern der Rheinbacher Burg.

Im Hexenturm mit Torburg und Umfassungsmauer sind die eindrucksvollsten Reste des mittelalterlichen Rheinbach zu sehen. Diese Bauwerke gehörten zu der in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichteten Burg; sie bildeten die Hauptburg, der in östlicher Richtung eine Vorburg vorgelagert war. Bei der Errichtung der Stadtbefestigung Ende des 13. Jahrhunderts hatte man diese Hauptburg in den Ring der Stadtmauer einbezogen, sie schützte fortan die Südostecke der mittelalterlichen Stadt.

Das gesamte noch erhaltene Ensemble ist zu großen Teilen aus Abbruchmaterial der römischen Eifelwasserleitung errichtet worden. Im Hexenturm sieht man die Blöcke aus römischem Guss- oder Stampfbeton (Opus caementicium) besonders gut neben der Treppe in den Ansätzen der ehemals nach Westen abgehenden Mauer sowie in der Torburg in Sturz und Bogen über der Durchfahrt. Die Umfassungsmauern und die Grundmauern sind sogar überwiegend aus diesem Material gebaut worden. Teilweise sieht man auch noch Reste des Innenverputzes (Opus signinum) und der Kalkablagerung.

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