Station Nr. 30

Rheinbach, Verwendung von Römerkanalabbruch

im Wasemer Turm

[Wanderweg Km 60,4]

Opus caementicium-Block (Stampfbeton) mit anhaftender Schicht hydraulischen Mörtels (Opus signinum), der wegen der Beimengung von Ziegelmehl rot gefärbt ist.

Der Wasemer Turm ist einer von ehemals acht Türmen der mittelalterlichen Stadtbefestigung Rheinbachs, der neben dem Kallenturm und dem zur Burg gehörigen Hexenturm bis heute erhalten geblieben ist. Rheinbach war gegen Ende des 13. Jahrhunderts befestigt worden, wobei man die bereits bestehende Burganlage einbezogen hatte. Als Baumaterialien bevorzugte man die heimische Grauwacke und den gut erhaltenen Guss- oder Stampfbeton der römischen Eifelwasserleitung, die unterirdisch das Rheinbacher Gebiet querte: Das Material der im 1. Jahrhundert n. Chr. erbauten Wasserleitung wurde im 12. und 13. Jahrhundert herausgebrochen und ein zweites Mal zum Bauen verwendet.

Im Rund des Wasemer Turmes kann man etwa in Brusthöhe zahlreiche Blöcke aus dem Baumaterial der römischen Wasserleitung wiederfi nden; an einem haftet gar noch der rötliche Innenverputz (Opus signinum), mit dem die Leitung gegen Wasserverlust abgedichtet worden war.

Bitte schonen Sie diesen einzigartigen Befund!

Nach oben