Station Nr. 27

Euskirchen-Palmersheim / Rheinbach,

Blick auf den Trassenverlauf im Swisttal

[Wanderweg Km 54,9]

Die römische Eifelwasserleitung ist als reine Gefälleleitung konzipiert worden, d. h. das Wasser fl ießt mit natürlichem Gefälle ohne den Einbau von Pumpen oder sonstigen Kunstbauten zur Wasserhebung. In ihrem fast 100 km langen Verlauf zwischen dem Grünen Pütz bei Nettersheim und Köln schmiegt sich die Leitungstrasse an das Geländerelief an und muss dabei viele Berge umrunden und Täler ausfahren. Das ist auch einer der Gründe dafür, dass aus 50 km Luftlinie schließlich 95,4 km Leitungstrasse geworden sind. Ein anderer Grund ist ein Geländehindernis, das den römischen Ingenieuren sicherlich viel Kopfzerbrechen bereitet hat, nämlich der Vorgebirgsrücken, der wie ein 60 m hoher Sperrriegel in der Planungslinie gelegen hat.

Diese Station lässt einen schönen Ausblick auf das Swistbachtal und damit einen Überblick über die Geländesituation zu, die von den römischen Ingenieuren beim Ausbau ihrer Trasse zu bewältigen war. Die Trasse verläuft in diesem Abschnitt von Flamersheim / Palmersheim kommend in östlicher Richtung. Zwischen Rheinbach und Meckenheim knickt sie zum Swistbach hin ab und überquerte auf einer 1,4 km langen Brücke mit ca. 300 Bogenstellungen das Tal. Danach streift sie die Ortslage von Lüftelberg und tritt bei Buschhoven in das Waldgebiet des Kottenforstes ein, das von dieser Station aus auf der gegenüberliegenden Seite des Swistbachtales zu erkennen ist. (Der weiße Kirchturm von St. Katharina in Buschhoven ist von manchen Stellen im Verlauf des Römerkanal-Wanderweges gut zu sehen und mag als Orientierungshilfe dienen.)

Nach oben