Station Nr. 23

Euskirchen-Kreuzweingarten,

Blick auf den Trassenverlauf im Erfttal

[Wanderweg Km 45,5]

Bei Rheder wurde in einer archäologischen Untersuchung 1990 der Unterbau der Aquäduktbrücke über die Erft angetroffen. Ein durchgängiges, senkrechtes Loch im Mauerwerk kann als negativer Abdruck eines antiken Vermessungspfählchens gedeutet werden.

Dieser Aussichtspunkt erlaubt einen sehr schönen Überblick über den Verlauf der Trasse der Eifelwasserleitung vor der Überquerung des Erft-Tales. Die Leitung kommt aus Richtung Lessenich über Antweiler durch die freie Feldflur und erreicht bei Maria Rast das Waldgebiet „Broicher Bruch“. Dieser Hochwald liegt jenseits der Erft, genau unserem Standort gegenüber, und darin befinden sich einige sehr schöne Aufschlüsse des Römerkanals.

Die Höhenverhältnisse der Berghänge beiderseits der Erft machten einen Talübergang für die Wasserleitung erst bei Rheder möglich. Und selbst dort war noch eine Aquäduktbrücke von 550 m Länge und 5 m Höhe zu errichten gewesen. Von diesem Bauwerk sind vor Ort keinerlei Reste mehr zu sehen, obwohl hier eine durchaus stattliche Brücke gestanden haben muss. Deren Steinmaterial war allerdings im Mittelalter abgebrochen worden, um es ein zweites Mal zum Bauen zu verwenden.

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