Station Nr. 18 a

Mechernich (Hombusch),

Trassenverlauf des Römerkanals mit Aufschlüssen

[Wanderweg Km 33,6]

Arbeitsterrasse des Römerkanals im Hombusch. Rechts am Hangfuß der Baugraben (Blick in Fließrichtung).

Der Mechernicher Wald (Hombusch) ist für die Betrachtung der Organisation eines antiken Großbauvorhabens äußerst aufschlussreich: Hier können wir erkennen, wie die römischen Ingenieure auch Problemstellen beim Leitungsbau behandelt haben und darüber hinaus, mit welchem Pragmatismus sie bei der Durchführung ihrer Bauvorhaben zu Werke gegangen sind. Über mehrere Kilometer lässt sich hier die römische Trasse verfolgen – wobei dem Erhaltungszustand ganz sicher das schützende Dach eines Hochwaldes zugutegekommen ist.

Wir treffen im Hombusch auf eine außergewöhnlich breite Arbeitsterrasse, die sich – von einem Graben hangseitig begleitet – dem Geländerelief anschmiegt. Erst durch eine archäologische Untersuchung von 1980 wurde nachgewiesen, dass es sich bei dem Graben nicht um den mittelalterlichen Ausbruchgraben handelt, sondern dass wir es auf dieser Arbeitsterrasse mit zwei nebeneinander verlaufenden Leitungen zu tun haben. Eine dieser Trassen war mit einer provisorischen Holzleitung bestückt gewesen, während man in der zweiten Trasse – identisch mit dem heute noch sichtbaren Graben – den endgültigen steinernen Kanal gebaut hat.

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