Station Nr. 6

Kall-Dalbenden

[Wanderweg Km 7,9]

Wasserleitung und Durchlass bei Kall-Dalbenden

Der Leitungsverlauf nördlich von Urft und Dalbenden.
Nahaufnahme des rötlichen Wasserputzes aus dem Inneren der Kanalrinne.
Nahaufnahme eines Schalbrettabdrucks des einstigen Lehrgerüstes, über dem die römischen Bauleute das Gewölbe errichteten.

Nördlich von Urft umgeht die unterirdisch verlaufende römische Eifelwasserleitung in einem großen Bogen das Seitental, durch das heute die Landstraße L 22 nach Keldenich führt. Weiter Richtung Westen verläuft sie am steilen Nordhang des Urfttales knapp unterhalb der 420 m-Höhenlinie. Oberhalb der Burg Dalbenden tritt die Leitung dann für ein kurzes Stück aus ihrem unterirdischen Verlauf an das Tageslicht, um ein kleines Trockental (Siefen) zu überqueren. An dieser Stelle hat man einen Durchlass mit einer lichten Weite von 90 cm gebaut, um die bei Regen oder Schneeschmelze anfallenden Oberflächenwasser unter der Leitung abzuführen. So haben die Baumeister verhindert, dass die Wasserleitung beschädigt wurde und Fremdwasser in den Römerkanal eindringen konnte.

Die Kanalrinne aus Stampfbeton besitzt hier eine lichte Weite von 60 cm und ist innen mit einem hydraulischen Putz (Opus signinum) verkleidet. Bei seiner Herstellung verwendete man als besonderen Zuschlagstoff zermahlene Ziegelsteine. Dadurch erhielt der Verputz nicht nur seine rötliche Färbung, sondern vor allem seine hydraulische Wirkung, denn er machte die Leitung wasserdicht.

Das Gewölbe der Leitung errichtete man aus Bruchsteinen und Mörtel über einem so genannten Lehrgerüst. Die Abdrücke der Schalbretter dieses Gerüstes sind teilweise noch deutlich zu erkennen.

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