Station Nr. 4
Kall, Reste der Aquäduktbrücke über die Urft
[Wanderweg Km 5,9]

Bei Hochwasser bietet die Urft an der Stelle der römischen Aquäduktbrücke ein eindrucksvolles Bild.
Baustein der römischen Aquäduktbrücke über die Urft; Fundstück aus dem Bachbett unterhalb der Brücke.

Im Scheitelpunkt der fast geschlossenen Urft-Schleife wechselt die römische Wasserleitung von der linken zur rechten Seite des Urfttales hinüber. An dieser Stelle ist die Urft heute durch ein Wehr aufgestaut. Hier hatte man – vermutlich seit dem frühen 18. Jahrhundert – über einen angeschlossenen Graben Wasser
abgezweigt, um die Wasserkraft für den 1710 errichteten Eisenhammer Neuwerk bereitzustellen. Von der Lage und Ausrichtung her ist dieses Wehr identisch mit dem Standort der antiken Aquäduktbrücke über die Urft. Es ist durchaus denkbar, dass man beim Bau dieses Wehres die Fundamente der Brücke mitbenutzt hat. Da das Wehr zwischenzeitlich mehrfach zerstört und wiederaufgebaut wurde, ist der römische Ursprung nicht ohne Weiteres zu erkennen.

Im Fluss unterhalb des Wehres gefundene Sandsteinquader stammen vermutlich von diesem Brückenbauwerk.

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