Station Nr. 3
Kall, Leitungsverlauf als Geländemerkmal im Urfttal
[Wanderweg Km 5,1]

Der durch den Bau der Eifelwasserleitung verursachte Eingriff in das Gelände ist im Leitungsverlauf an einigen Stellen auch nach fast 2000 Jahren noch gut sichtbar. Während solche Geländemerkmale in der Regel nur vom Flugzeug aus zu  beobachten sind, ist hier ein eindrucksvolles Beispiel mit bloßem Auge vom Boden aus gut zu erkennen: In der Weide südlich des Wanderweges ist die Trasse der Eifelwasserleitung, die hier angeschmiegt an das Geländerelief in einem leichten Bogen zum Waldrand verläuft, als ausgeprägte Geländeterrasse zu erkennen.

Die als Gefälleleitung angelegte Eifelwasserleitung verlief in der Regel unterirdisch durch die Landschaft. Abschließende Baumaßnahme nach der Fertigstellung der Wasserleitung war eine 1 m starke Überdeckung des Bauwerks mit Erdreich, um eine Frostsicherung herzustellen. Die Mächtigkeit dieser Überdeckung konnte sich im Laufe der Jahrhunderte durchaus verändern. Je nachdem ob die Leitung am Fuße eines Hanges verlief oder aber im Hang selbst, konnte es durch Erosion zu Anschwemmungen oder Abschwemmungen kommen.

In Hanglagen wirkte das unterirdische Bauwerk „erosionshemmend“, denn das im Verlauf der Erosion kontinuierlich zu Tal abdriftende Bodenmaterial wurde auf der Bergseite vom Baukörper des Römerkanals abgefangen. Die anhaltende Erosion bewirkte aber, dass die Erosion unterhalb der Wasserleitung  ungehindert stattfand. Als deren Folge hat sich im Laufe der Zeit eine deutliche Geländestufe herausgebildet.

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