Station Nr. 2
Nettersheim, Aufschluss am Bahndamm
[Wanderweg Km 4,5]

Beim Bau der Eisenbahnlinie Köln-Trier in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Römerkanal angeschnitten und danach an seinem ursprünglichen Platz offengehalten. Ein Einsturz des Gewölbes macht den Einblick in die auch heute noch wasserführende Rinne möglich: Sohle und Wangen sind in diesem Leitungsabschnitt aus Stampfbeton (Opus caementicium) gefertigt worden; die Abdeckung wurde danach aus Bruchsteinen in Mörtel über einem Lehrgerüst gesetzt. Diese Fundstelle gibt einen guten Einblick in das Konzept der römischen Baumeister zur Sicherstellung des Wassertransportes auch im Winter, denn zur Frostsicherung hatte man die gesamte Leitung ehemals in einem offenen Baugraben gebaut und nach Fertigstellung mit einer meterdicken Erdschicht überdeckt.

Die Innenmaße der Rinne betragen: lichte Weite = 0,50 m; lichte Höhe = 0,90 m. Da der weitere Leitungsverlauf durch den Bahnbau für einige hundert Meter unterbrochen ist, fl ießt das in der Leitung geführte Wasser heute jenseits des Bahndammes in die Urft.

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