Detaillierte Wegbeschreibung:
Startpunkt dieser Etappe ist der Kreisverkehr an der Straße Vor Dem Dreeser Tor (S). Auf dieser bis zur Kreuzung mit der Martinstraße gehen, rechts abbiegen und gleich wieder halb links auf die Pützstraße. Hinter dem historischen Stadttor wird ein Parkplatz gequert und an dessen Ende das Glasmuseum passiert. Rheinbach gilt auch als „Stadt des Glases“, denn 1947 siedelten sich hier deutsche Glasveredler aus Nordböhmen an und entwickelten ihre Handwerkskunst weiter. Nach wenigen Metern erheben sich die Reste der Rheinbacher Burg (1) in die Höhe. Der mächtige Rundturm wird auch als Hexenturm bezeichnet, da das unterste Geschoss zur Zeit der Hexenverfolgung vermutlich als Gefängnis genutzt wurde. Nach Überqueren der Hauptstraße geht man am ehemaligen Krankenhaus vorbei und gelangt über die Straßen Römerkanal und Am Getreidespeicher zu einer Unterführung kurz vor dem Bahnhof. Danach wandert man vorbei am Wasserwerk und folgt dem Wirtschaftsweg entlang der Bahngleise sowie den Obstbaumplantagen bis nach Lüftelberg (2). An der Petrusstraße liegt die St. Petruskirche, in der die Heilige Lüfthildis unter einer Sinterplatte des Römerkanals begraben wurde. Von dort aus ist es ein rund 100 Meter kurzer Abstecher zur Burg Lüftelberg. Die ursprünglich als Wasserburg entstandene Anlage wurde im 18. Jh. zu einem Schloss umgebaut. Bemerkenswert sind der Gartensaal und der Barockgarten. Auf einem breiten Schotterweg wandert man an einer Kiesgrube vorbei und durchquert wenig später die Ortschaft Buschhoven. Inmitten des hübschen Ortes befindet sich ein kleiner See. Dieser war Teil eines Burggrabens, der ein ehemaliges Wasserschloss umgab. Am Ortsrand wandert man an einer Kapelle vorbei und betritt mit dem Kottenforst ein dichtes Waldgebiet. Im Kottenforst bietet der Ausbruchsgraben das deutlichste Zeugnis des Römerkanals. An einer Wegspinne trifft man auf eine Schutzhütte und den „Eisernen Mann“ (3). Hierbei handelt es sich um einen im Boden verankerten Roheisenbarren. Die Herkunft und der einstige Verwendungszweck lassen Raum für zahlreiche Vermutungen und so ist es nicht verwunderlich, dass sich zahlreiche Sagen um diesen Platz ranken. Der nächste markante Punkt ist der „Kamelleboom“. Die Bezeichnung geht darauf zurück, dass hier einst die Kinder an einem Baum auf die Rückkehr ihrer Eltern vom Wochenmarkt warteten – verbunden mit der Hoffnung auf mitgebrachte Bonbons. Kaum hat man den Wald verlassen, befindet sich zur Linken ein Golfplatz (4) und man blickt bald auf die Orte Bornheim und Brenig, dem Ziel der heutigen Etappe. Die Rückfahrt zur Stadtbahn-Haltestelle Bornheim ist mit dem Bus oder als Fußweg (2 km) möglich.

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