Detaillierte Wegbeschreibung:
Von Brenig (S) geht es nach Hemmerich. Dort nach rechts in die Pützgasse und die nächste links in die Kreuzbergstraße, befindet man sich schon mitten im Ort. Auffallend ist hier die Burgruine mit einer fast schon mystischen Ausstrahlung. Nachdem das Gemäuer in der zweiten Hälfte des 19. Jh. nach einem verheerenden Brand neu aufgebaut wurde und danach zwei Weltkriege schadlos überstand, wurde die Burg 1945 erneut niedergebrannt. In Hemmerich wurden Teile der Friedhofsmauer aus Material des Römerkanals gebaut. Von Hemmerich wandert man über die Hemmergasse nahtlos in den Nachbarort Rösberg. Vorbei an der Kirche und dem einladenden Gasthaus „Markusstube“ führt eine romantische Kastanienallee in den nur etwa 500 Meter entfernten Ort Mertener Heide. Zwischen den beiden Orten liegt direkt am Weg ein prachtvolles Anwesen: das im 18. Jh. fertiggestellte Schloss Rösberg (1). Zum Bau des Schlosses wurden Steine der ehemals in Rösberg befindlichen Burg verwendet. Kurz nach dem Ortsrand von Mertener Heide führt ein breiter Weg in den Wald und bald vorbei an einer Schutzhütte. Ein Abstecher nach Walberberg führt zu besonders sehenswerten römischen Relikten abseits der Hauptroute. Auf der Wanderung durch das reizvolle Waldgebiet bietet sich die Möglichkeit, einen nur etwa 500 Meter kurzen Abstecher zum herrlich gelegenen Berggeistweiher (2) zu unternehmen. Wer keine Lust auf den gleichen Rückweg hat, kann den See auch vollständig umrunden. Dafür müssen etwa zwei zusätzliche Kilometer eingeplant werden. Nach dem Queren der A553 gelangt man zur faszinierenden Ville-Seenplatte. Diese Seenplatte ist nicht auf natürliche Weise entstanden, sondern durch die hier im 19. und 20. Jh. geförderte Braunkohle. Nach der Stilllegung der Gruben wurde das Tagebaugelände auf einer Fläche von rund 75 km² renaturiert. Die dadurch entstandenen Seen und Weiher sind heute wertvolle Biotope und wichtige Rückzugsgebiete für viele Tier- und Pflanzenarten. Vorbei am Villenhofer Maar (3), gelangt man zum Pingsdorfer See und somit auch an eine Wegkreuzung direkt am Waldrand. Der Römerkanal-Wanderweg zweigt hier nach links ab. Über den geradeaus führenden Weg wird nach ca. 100 Metern die Maiglerstraße in Brühl-Pingsdorf erreicht. Von dort aus ist es nicht weit zum Etappenziel, dem Brühler Wasserturm.

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