Detaillierte Wegbeschreibung:
Von Dottel (S) wandert man weiter sanft ansteigend auf eine weite Hochfläche, deren höchster Punkt der fast 500 Meter hohe Ravelsberg ist. Diese luftige Höhe ist ein idealer Standort für Windkraftanlagen, die sich hier inmitten der Wiesen und Felder aus dem Boden erheben. Vom Wirtschaftsweg zweigt man nach rechts auf einen Feldweg ab, der bald entlang einer schmalen Wiese, die zwei Waldgebiete voneinander trennt, sanft bergab führt. Am Ende des schönen Weges geht es in Richtung Königsfelder Tal weiter. Die reizvolle Kombination von Mischwald auf der einen Seite und saftigem Wiesengrund auf der anderen bleibt bis zur Siedlung Urfey erhalten. Hier treffen zwei kleine Bäche aufeinander, die zusammen den Veybach bilden. Am Dorfrand wird der schmalen Straße gefolgt, um kurz vor deren Einmündung in die Kreisstraße K32 dem Wiesenweg hinauf zum Waldrand zu folgen. Gegenüber einem einzeln stehenden Wohnhaus führt eine Treppe zu einem interessanten Gebäude hinunter. Das Außergewöhnliche, eine römische Brunnenstube (1), ist dort zu bestaunen. In einem 3,5 x 5,8 Meter großen Becken wurde Quellwasser gesammelt, das dann wiederum in die römische Wasserleitung geleitet wurde. Nach dem Überqueren der Straße und des Veybaches steht ein langer Anstieg auf einem breiten Weg durch den Wald an. An dessen Ende wartet eine schöne Aussicht auf das Dorf Vollem und wenig später auf Eiserfey. Hier befindet sich ein Wassersammelbecken, das durch eine verzweigte Wasserleitung zugleich von zwei Quellen gespeist wurde – eine weitere Meisterleistung der römischen Ingenieure! Dann geht es weiter ins nahe Vussem, wo am Ortsrand schon die nächste Sehenswürdigkeit wartet. Scheinbar nichts konnte die einstigen Bauherren von ihren Plänen abbringen und so errichteten sie eine etwa 80 Meter lange Aquäduktbrücke (2), um das kostbare Nass in rund zehn Meter Höhe über ein Tal zu leiten. Ein Teil dieser Brücke wurde rekonstruiert und gibt einen hervorragenden Eindruck der Baukunst wieder. Vorbei am Ortsrand von Breitenbenden führt der Römerkanal-Wanderweg in einem Zick-Zack-Kurs zu gut erkennbaren Gebäuderesten (3). Wozu diese einst dienten, ist nicht bekannt, es wird aber vermutet, dass von hier aus ein Teil der Wasserleitung überwacht und instand gehalten wurde. Der Weg verläuft geradewegs weiter zur Feyer Mühle. An der Wegkreuzung vor dem Gehöft zweigt der linke Weg ab nach Mechernich, dessen Zentrum mit Bahnhof bald erreicht ist.

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